#MärchenDerTiefstenSehnsucht - Die Ziegen die den Weg kannten

Aktualisiert: 15. Okt. 2021


Ein tief berührendes Märchen. Es nimmt Bezug auf eine bekannte Talmudstelle, die ich mir erlaubt habe dem lesenden Protagonisten in den Mund zu legen. Hier vermischt sich Zeitgeschichte mit Märchenzeit. Die große Tragik der jüdischen Geschichte, kulminiert in diesem kleinen, feinen, einfachen Märchen.


Die jüdische Situation der Diaspora, die Sehnsucht nach dem gelobten Land, ist auch die Situation des Menschen allgemein, seine "Conditio Humana". Das In-diese-Welt-geworfen-Sein, das sich getrennt fühlen, fremd fühlen in dieser Welt und die Sehnsucht irgendwo anzukommen. An einem Ort der letztlich eigentlich nur jenseitig (will heißen in unserem Kopf) sein kann, auf keltischen Inseln, unter dem Meer, am Fuße des Brunnens, oder am Ende eines Tunnels, der ins Heilige Land führt. Die Verbindung einer sehr realen und nicht nur empfundenen Wirklichkeit mit einer psychischen, psychonautischen Wirklichkeit macht dieses Märchen so besonders intensiv, und so kann es auch nur so ausgehen, wie es ausgeht.







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